applaudissement

applaudissement_20Gleich Anna von vorne wie hinten lesbar, zu diesem Behuf mit zwei Titelseiten (diametral zum Hugo Ball-Cover liegt das Tristan Tzara-Cover) ausgestattet, erreichte mich vor der irrlichternden Weltraumkulisse, welche die Kölner Nacht auf die Plastikplanen des Textilcafés am Eigelstein wirft, die Superjubiläumsausgabe (20. Ausgabe im 30. Jahrgang, Thema „100 Jahre Dada“) von applaudissement, einer Münchener Zeitschrift mit Gedichten, kurzen Texten und bildnerischen Arbeiten für Applisten und Applauphile. In den vorangegangenen Heften war mir aufgefallen, daß Wasser und insbesondere Regen herausragende Rollen spielten, bisweilen schien es aus den Heften selbst zu tröpfeln, Anlaß genug, für die aktuelle Ausgabe einen Rain Man zu fotografieren. Den Beleg überreichte Herausgeber Bernhard Rusch vorgestern im Kölner Dauerniesel.

Mit Text- und Bildbeiträgen von Max Ackermann, Peter Adacker, Hazel Ang, Jürgen Bauer, Hubertus Breuer, Elzemieke De Tiège, Jessica Dettinger, Newsha Djavadipour-Sigari, Bobbie Dunn-Komarek, Elwood,  Christian Engelken, Eckhard Faul,  Maud Gravereaux, Gerald Grüneklee, Josef Maria Hader, Lynn Hardacker, Thomas Höpfinger, Emmy Horstkamp, Manuela Illera, Oliver Jung-Kostick, Jürgen Kerstiens, Kerstin Klein, Katrin Klug, Justin Koller, Stan Lafleur, Joachim Lischka, Carsten Lohse, Stefan Mayer, Susanne Nawroth, Karabin Oljoschin, Brigitte Yoshiko Pruchnow, Susan Ringler, Gabriele Rothweiler, Timo Rowek, Wencke Rowek, Bernhard Rusch, Ani-Ruth Lugani, Tina Schlegel, Stefan Schlotterbeck-Macht, Ulli Schmeling, Nina Schmid, Astrid Schneider, Sebastian Schumann, Ines Seidel, Michael Stephan, Steve Toase, Knut van Brijs, Niko Vartiainen, Heike Wiebe, Ewald Wiltraud, und Bärbel Wolfmeier.

applaudissement, 36 Seiten, DIN A4, zahlreiche Farbbilder, 5 Euro. Zu beziehen über den TTR-Verlag.

Ausstellung in München

applaudissement ausstellung

Die Zeitschrift applaudissement präsentiert anläßlich ihres 30. Geburtstages in einer großen Ausstellung bis zum 10. Januar 2016 in der Münchner Galerie Arthaus-Neuhausen zahlreiche Werke aktueller Beiträger sowie einige Dokumente aus den Gründungsjahren.

Für die Ausstellung habe ich eine Miniserie mit Fotoarbeiten beigesteuert. Zwischen den Künstlern fand im Vorfeld keine Verabredung statt. Einzige Bedingung war ein Bezug zur Zeitschrift, als wahrscheinliche Präsentationsvariante wurde die Petersburger Hängung angegeben. Meine Serie trägt den Titel Relativ beliebte Bilder. Sie rekrutiert sich aus Fotos, die ich in den vergangenen Jahren auf Facebook aus sehr unterschiedlichen Anlässen in meine Timeline eingespeist hatte. Für die Ausstellung habe ich die Bilder ihres ursprünglichen, kommentierten Kontexts enthoben und die Bildtitel durch die jeweilige Anzahl der Facebook-Likes ersetzt. Auf diese Weise entsteht ein kompaktes rätselhaftes Mosaik, dessen Einzelteile sichtlich verschieden stark gemocht werden.

Die Vernissage findet am 28. November ab 19 Uhr statt, es wird Lesungen von Tina Schlegel und Josef Maria Hader geben, musikalisch mit Neo-New Wave umrahmt wird der Abend von Rosenquarzexpress, weitere spontane Einlagen sind laut Veranstalter nicht ausgeschlossen.

Die beteiligten Künstler kommen aus Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Bolivien, den USA, Österreich, Kanada, Finnland, Bulgarien, Bosnien und der Schweiz.

Ort: Galerie Arthaus-Neuhausen, Nibelungenstr.3, 80639 München

Nachtrag, 13. Januar 2016
Nachdem die Ausstellung vergangenes Wochenende zum letzten Mal offiziell geöffnet hatte, gibt es am Samstag, den 16. Januar ab 19 Uhr noch eine Finissage mit Programm: Kurator Bernhard Rusch liest aus seinem Text Gummiseele, der im Hugo-Ball-Almanach 2016 erscheint, Tina Schlegel aus ihrem kürzlich im Emons Verlag erschienenen Roman Schreie im Nebel. Desweiteren ist ein Simultangedichtvortrag in drei Sprachen vorgesehen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Gitarrenduo saitenspuren.

applaudissement

Mit wenigen Monaten Verzögerung erreichte mich die diesjährige Ausgabe von applaudissement, der Münchner Zeitschrift für Literatur und Kunst – Herausgeber Bernhard Rusch drückte mir die aktuelle Nummer 19 jüngst in Köln persönlich in die Hand. applaudissement spricht sich, anders als sich vermuten ließe, nicht französisch, sondern deutsch „applau-disse-ment“. Erstmals im Kunstkontext abgedruckt wurde eines meiner The Möwement-Fotos, das eine Möwe im einsam-abenteuerlichen Flug durch die grünen Himmel über Rotterdams Hafenindustrie zeigt. Dazu gibt es einen Textausschnitt aus der Rhein-Meditation.

Mit Text- und Bildbeiträgen von Max Ackermann, Peter Adacker, Hazel Ang, Bobbie Dunn-Komarek, Elwood, Elzemieke De Tiège, Christian Engelken, Catalina Gomez, Maud Gravereaux, Gerald Grüneklee, Josef Hader, Lynn Hardacker, Thomas Höpfinger, Emmy Horstkamp, Manuela Illera, Jürgen Kerstiens, Justin Koller, Stan Lafleur, Joachim Lischka, Brigitte Yoshiko Pruchnow, Gabriele Rothweiler, Wencke Rowek, Bernhard Rusch, Tina Schlegel, Ulli Schmeling, Nina Schmid, Ines Seidel, Steve Toase, Niko Vartiainen und Bärbel Wolfmeier.

applaudissement, 36 Seiten, DIN A4, zahlreiche Farbbilder, 5 Euro. Zu beziehen über den TTR-Verlag.

applaudissement

Frisch aus dem Druck in Köln angelangt ist die aktuelle, 18. Ausgabe der Münchner Zeitschrift applaudissement für Kunst und Literatur, herausgegeben von Bernhard Rusch. 34 Seiten, DIN A4, zahlreiche farbige Abbildungen, 5 Euro (Schüler, Studenten, Rentner: 4 Euro).

pruchnow_regenBrigitte Yoshiko Pruchnow: Regen (Acryl auf Leinwand, 50 x 50 cm)

„applaudissement – französisch für Beifall; hier aber deutsch zu prononcieren und als reines Kunstwort zu verstehen. Daher wird der applaudissement Zugehörige als Applist bezeichnet. Analog würde dieses Heft in Frankreich „le Beifall“ heißen. Und der Mitarbeiter „le beifiste“ genannt. – versteht sich weiterhin als Forum für einen „lebendigen“ Umgang mit künstlerischen und geistigen Ausdrucksmitteln. Was bedeutet, dass Gedichte nicht nur für Dichter geschrieben werden. Und Kunstwerke nicht nur für andere Künstler gestaltet.“ (Aus dem Geleitwort)

Mit Text- und Bildbeiträgen von Birgit Abt, Max Ackermann, Peter Adacker, Mark Basler, Hubertus Breuer, Dieter Brünner, Elwood, Elzemieke De Tiège, Newsha Djavadipour-Sigari, Eckhard Faul, Gerald Grüneklee, Josef Hader, Thomas Höpfinger, Emmy Horstkamp, Agnes Kottmann, Stan Lafleur, Hans Leybold, Joachim Lischka, Gerd Matschke, Stefan Mayer, Maria-Franziska Naß, Susanne Nawroth, Brigitte Yoshiko Pruchnow, Bernhard Rusch, Christiane Schulzki, Sebastian Schumann, Jenny Schminke, Heike Wiebe und Bärbel Wolfmeier.