Unter blauem Himmel versprachen die Wahlplakate blauen Himmel

das Fleisch an den Haken der Metzgerstände am Markt schimmerte in den Nationalfarben
von Fliegen bekrochen surrte der Anblick eines vergitterten Kiosks als Fenster zur Volksseele
„lade mein Handy noch einmal auf mir sind nun die richtigen Worte in den Sinn gekommen“
die Losverkäuferin drüben an der Kreuzung brach einfach weg in schlagartigen Mittagsschlaf
ganz langsam rollten wie Geisterschiffe die Busse durch die Gebäude aus Spiegelglas
sehr intensiv durchdrang Werbung für abstrakte Begriffe den urbanen Raum: Freiheit
„wir sollten dringend lernen die Dritte Welt als Prequel zur Ersten Welt zu begreifen“
ein Mann im grauen Anzug sprach wie zufällig ein Opfer an andere brüllten in Megafone
die Menge auf der Straße verfolgte Ziele wie das Aufschlagen und Leertrinken einer Kokosnuß
in den Häusern auf den Straßen selbst noch im Traum schien Sterben ein gutes Geschäft
das Lob der Toten allerdings mußte warten bis feststand daß sie tatsächlich hinüber waren

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