De mi barrio a tu barrio

Ohne Totenkopf geht garnichts - organisierte Streetart in Guatemala-Stadt

Ohne Totenkopf geht garnichts – organisierte Streetart in Guatemala-Stadt

Neben dem Pan American, einem Art Déco-Hotel und belebten Treffpunkt der Zona 1 für Geschäftsleute, Schönheitsköniginnen und sonstwie ausgefallene Gestalten, erstreckt sich um zwei Straßenecken eine Mauer, die über hundert Längenmeter von einem Dutzend guatemaltekischer Sprayer gestaltet wurde. In deutscher Sprache steht ein auffälliger Schriftzug angeschrieben: „Von der Dritten Welt in die ganze Welt“.

Detail: Schweineengel mit Propellerkappe

Kuratiert hatte die Aktion „De mi barrio a tu barrio“ (Von meinem Viertel in deines) Jim Avignon im Jahr 2011. In einem Interview erzählt er, daß die Künstler von der Stadt gewarnt worden waren, unter keinen Umständen mit dem Stacheldraht, der den Mauerabschluß krönt, in Berührung zu kommen. Der Draht steht unter Starkstrom.

In sich selbst Gefangener, Schafe, Passant

Wenn Passanten ihren Blick auf die Bildwerke werfen, dann, weil ich dort stehenbleibe, schaue und fotografiere. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat eine sechs- bis achtköpfige Gruppe unter einer schäbigen Arkade, Schlafplatz für Obdachlose, Mikrofone und Verstärker aufgebaut und beginnt eine Straßenpredigt ins Leere. Am nächsten Tag steht die Christentruppe, der niemand Aufmerksamkeit schenkt, erneut an ihrem Platz.

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