Rhein-Meditation: Rezension in der Kölnischen Rundschau

Kommende Woche feiert die Rhein-Meditation Buchpremiere an einem Ort, der unmittelbar auf den Fluß reagiert: in der Hochwasserpumpstation Schönhauser Straße. Ab einem Wasserstand von 7 Metern Kölner Pegel könnten gelegentlich die Pumpen anspringen und die Hoheit über die Raumakustik einfordern. Wer es genau wissen möchte, kommt vorbei! Die Veranstaltung findet entgegen vorherigen Verlautbarungen in jedem Fall statt und wird mit einer Führung durch das sonst nicht zu betretende Gebäude abgeschlossen. Die gastgebenden Stadtentwässerungsbetriebe zeigen auf ihrer Website laufend den aktuellen Pegelstand plus Tendenz an.

Noch vor der Premiere erschien die erste Besprechung von Thomas Linden in der gestrigen Printausgabe der Kölnischen Rundschau unter dem Titel Wirbelnde Gefühlsströme. Der Tenor ist durchgehend positiv. Der Rezensent betont, der Text sei bei einer Länge von gut hundert Seiten „so komplex wie ein langer, reich fabulierender Roman“. Die Sätze verdichteten „Prosa unweigerlich zu Lyrik“ und transportierten mehr als den bloßen Fortgang einer Geschichte, sie lieferten Abstecher ins Innere erwähnter Gefühlsströme, in die Autorenbiografie und eine Liebesgeschichte, in der sich die Figur der Mara „wie selbstverständlich in eine Rheintochter verwandelt“. Die mythische Dimension des Rheins, seine symbolische Bedeutung als Stifter von Zusammenhängen dort „wo sich Deutschland seiner Identität zu versichern sucht“ seien elegant aufgenommen: „Ein großer Text ist Lafleur gelungen, der das Kleine, Subjektive mit dem Mythisch-Historischen überzeugend verbindet und dabei stets mit beiden Beinen auf dem Boden unserer Gegenwart bleibt.“

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