Auf dem Bosporus unterwegs


Vapur (Dampfer) heißen die Bosporusfähren, die auf zahlreichen Linien die Stadtteile und Kontinente verknüpfen und bis zu den Prinzeninseln aufs Marmarameer hinausfahren. Die Fährtransfers sind preisgünstig, ebenso die Heißgetränke, Säfte und Snacks, die an Bord angeboten werden. Der Ausblick auf die Stadt sowie das Geschehen auf dem Wasser und im Himmel ist fänomenal, manchmal eskortieren Delfine die Schiffe, fast immer Möwenschwärme, die auf Sesamkringelkrümel spekulieren, dieweil verschiedene Wetter, nicht selten parallel, über die Skylines ziehen. Die Passagiere setzen sich aus Pendlern und Touristen zusammen, es wird millionenfach fotografiert und durch die Linse ergeben sich beachtliche Fänomene, etwa, daß der Galataturm mit zunehmender Entfernung an Höhe gewinnt. Kormorane, Möwen und Bläßhühner beackern die Wasserhaut, die unablässig ihre Farben und Strukturen wechselt und die, so unrein sie tatsächlich ist, im einen Moment türkis und safirn zu blenden und zu glitzern und das zauberhafte Morgenland aus den alten Geschichten zu beschwören vermag, um kurz darauf in ein maischiges Grau wie von feuchtem Beton zu kippen, als stünde das endgültige Erstarren der Welt kurz bevor.
Die Bilder sind bei diversen Fährfahrten entstanden und zeigen von oben nach unten: Leanderturm (Kız Kulesi), Süleymaniye-Moschee, Blaue Moschee (Sultan Ahmet Camii) und eine Istanbuler Referenz an William Turners Sonnenuntergänge.

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